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DROHENDE ISOLATION DER SCHWEIZ - KURZ VOR DEN WAHLEN

Bern, 9. Mai 2015 - Während ihrer Generalversammlung konnte die Neue Europäische Bewegung Schweiz ihre Projekte für die eidgenössischen Wahlen diesen Herbst präsentieren. Das Ziel ist klar: im Hinblick auf diese - für das Schicksal der Schweiz - entscheidenden Legislatur wollen wir für die Personenfreizügigkeit kämpfen und die europäische Integration verteidigen. Professor Hans-Ulrich Jost zeigte bei der anschliessenden Konferenz zum zweihundertjährigen Jubiläum des Wiener Kongresses die Verbindung zwischen diesem Ereignis und der aktuellen Zeitperiode auf. Weiter wurde die Westschweizer Kolumnistin und Schriftstellerin Joëlle Kuntz mit dem Europapreis 2015 ausgezeichnet, der Persönlichkeiten honoriert, die den europäischen Gedanken in der Schweiz fördern.

 


 


Europäische Roadmap

 

Flyer der Nebs bestellen

 

Pressemitteilung

 

Broschüre 1815-2015

 


Vernehmlassungsantwort der Nebs

 

Die Nebs nimmt in ihrer Vernehmlassungsantwort Stellung zum Entwurf des Bundesrats zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Kontingente und Inländervorrang bleiben schädlich. Sie sind mit der Personenfreizügigkeit mit der EU - einem gegenseitigen Freiheitsrecht und gleichzeitig dem Grundpfeiler der europäischen Integration - nicht vereinbar. Die Nebs verlangt vom Bundesrat, dass er diese Unvereinbarkeit akzeptiert, kommuniziert und nach langfristigen Lösungen sucht. Die Personenfreizügigkeit muss verteidigt werden. Weiter ist die Nebs der Meinung, dass die Erweiterung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien möglichst schnell unterzeichnet werden sollte, um dieses Grundprinzip zu stärken und den Druck von Seiten der EU etwas zu verringern.

 

Vernehmlassungsantwort

 


 

Mitglied der Nebs- DER Sonderfall Schweiz gibt es nicht mehr

 

Bei Ende des Winters 1944/45 war ich keine fünf Jahre alt. In unserer Region im Kanton Bern war es sehr kalt. Eines Abends weckte uns unsere Mutter, als draussen die Detonationen entlang der deutschen Grenze zu hören waren, welche knapp fünfzig Kilometer entfernt lag. Der gefrorene Boden vereinfachte die akustische Übertragung der Schockwellen.

In jener Zeit, gut 2000 Kilometer von uns entfernt, im Nordosten Deutschlands, war ein kleines Mädchen mit ihrer Mutter und ihren vier kleinen Geschwistern zu Fuss auf den Strassen der Halbinsel Hela in der Nähe von Danzig unterwegs und flüchtete vor den Bomben und Maschinengewehren. Dieses Mädchen sollte zwanzig Jahre später meine Frau werden. Hinter Hela harrten Matrosen der deutschen Marine ohne Munition den Umständen und versuchten das Unmögliche möglich zu machen: Zehntausende von preussischen Flüchtlingen über das baltische Meer, über Minen, Torpedo- und U-Boote nach Deutschland zu evakuieren.

 

Der Kontakt zu den Mitgliedern und Freunden meiner Schwiegerfamilie, ihr strenger Blick auf die Geschichte ihres Landes, das Leidensgefühl, die eigene Heimat verloren zu haben, die Bilder der zerstörten Städte, die unzählbaren Opfer der begangenen Verbrechen während und auch nach diesem schrecklichen Krieg, ebenso aber auch die Würde, mit welcher viele Deutsche ihrer Schuld begegneten, waren Faktoren welche mich sagen liessen: Nie wieder! Zahlreiche Kontakte in andere europäische Länder haben mich in dieser Meinung bestärkt. Die EGKS, die Verträge von Rom und die Gründung der EFTA waren wichtige Schritte in die richtige Richtung, hin zu einem progressiven Gebilde, welches eine gemeinsame und prosperierende Zukunft versprach. Diese Eigenheiten sind nichts anderes als die Bedingungen eines dauernden Friedens. Es ist klar, dass dieses gigantische Projekt nicht ohne Kinderkrankheiten auskommen konnte; die Entwicklung läuft ja immer noch. Die Schweiz hatte sehr gute Gründe, sich für dieses europäische Gebilde zu interessieren, da es sehr stark an die Geburt der Eidgenossenschaft nach den schwierigen 1840er Jahren erinnerte.

 

Als aber die Schweiz den EWR-Beitritt ablehnte und national-konservatives Gedankengut immer wichtiger wurde, war das europäische Projekt plötzlich ausdiskutiert. Diese Blockade, die bis heute andauert, ist sehr beunruhigend, da in der aktuellen Zeit viele Probleme grenzüberschreitend sind und daher einer globalen Lösung bedürfen. Hier kann sich die Schweiz nicht länger absondern. Man sollte hier die Arbeiten des leider vor kurzem verstorbenen Soziologen Ulrich Beck über die Risikogesellschaften lesen. Der Rückgriff auf den «Sonderfall Schweiz» und die Feindschaft der Schweizer gegenüber einigen wichtigen Elementen ihrer Unabhängigkeit sind heutzutage veraltet, um nicht zu sagen kindisch und verwegen. Dies also sind die Gründe, warum ich der Nebs beigetreten bin.

 

Hans-Ulrich Trachsel, Mitglied der Nebs.
 

Jede Woche erzählt uns ein Nebs-Mitglied, warum er/sie sich für eine europäische Schweiz engagieren möchte. Erzählen auch Sie Ihre Geschichte und schicken Sie diese mit Foto an . Herzlichen Dank!

 

Weitere Informationen

     
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