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Die bisherigen Preisträger
2005 - Konferenz der Kantonsregierungen KdK

Die Ausgezeichneten: Georg Hess, Kathrin Hilber, Markus Notter und Hans Martin Tschudi (Bild: Dani Jost)
Die KdK wurde für den Bericht «Europa als Herausforderung für den Föderalismus - Skizze einer europapolitischen Strategie der Kantone» ausgezeichnet. Die Jury würdigte nicht das Resultat des Berichts, sondern den Umstand, dass die Kantone als erste politische Kraft die europapolitischen Optionen geprüft und eine Strategie festgelegt haben.

Der Preis sollte als Aufforderung an die anderen Institutionen, den Kantonen gleichzuziehen, verstanden werden.


>>Die Konferenz der Kantonsregierungen (externer Link)



2006 - Hans Jürg Fehr


Hans Jürg Fehr, Präsident der SP Schweiz (Bild: Charlotte Sieber)
Der Präsident der SP Schweiz wurde für seine Führungsrolle und den Mut ausgezeichnet, in einem politisch schwierigen Umfeld eine vertiefte Reflexion über Europa und die Mitgliedschaft der Schweiz in der EU zu initiieren.

Hans Jürg Fehr: «Der Widerstand der Bevölkerung gegen den Beitritt der Schweiz zur EU beruht auf zwei Fehleinschätzungen: Viele Leute machen sich eine falsche Vorstellung einerseits von der EU und andererseits von der Souveränität der Schweiz ausserhalb der EU.»

>>Hans Jürg Fehr  (externer Link)



2007 - Dick Marty

Ständerat Dick Marty (Bild: parlament.ch)
Ständerat Dick Marty (FDP/TI) ist von dem Besucherinnen und Besuchern der Internetseite der Nebs mit 70 Prozent der abgegebenen Stimmen zum Träger des «Europapreis 2007» gewählt worden.

Dick Marty erhielt die Auszeichnung, weil er sich  als Berichterstatter des Europarates über die Aktivitäten des amerikanischen Geheimdienstes CIA in Europa vehement für die Einhaltung der Europäischen Werte eingesetzt hat. Die fundamentalen Prinzipien der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, wie sie in Europa gelten, dürften nicht dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus geopfert werden.


In seiner Dankesrede betonte Marty, dass der Kampf für die Menschenrechte täglich geführt werden müsse: «Heute wird auch von europäischen Regierungen immer öfter wirtschaftlichen und politischen Zielen mehr Gewicht beigemessen als den fundamentalen Menschenrechten.»



2008 - Laurent Flütsch
Träger des «Europapreis 2008» ist Laurent Flütsch.  Er wurde ausgezeichnet für seine erhellenden Beiträge über das paradoxe Verhalten des homo europeanus helveticus.

Laurent Flütsch ist Archeologe und Direktor des Römer-Museums in Lausanne-Vidy. In seinen Ausstellung versucht er immer wieder dazulegen, wie sehr die Helvetier während der Römerzeit von ihrer kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Integration profitiert haben. In seiner Dankesrede wies er denn auch darauf hin, dass praktisch alle Errungenschaften unserer Zeit ihren Ursprung in Mittelmeerraum haben und dank der Integration ihren Weg in das heutige Gebiet der Schweiz fanden. Er ortet unsere heutigen Probleme mit der Integration in Europa in der Bildung der Nationalstaaten im 19. Jahrhundert. Seit dieser Zeit prägen Mythen das schweizerische Selbstverständnis.

Flütsch ist in der Westschweiz zudem bekannt für seine Mitarbeit in der erfolgreichen Satiresendung «La Soupe» von Radio Suisse Romande. Er bezeichnet sich als
«Bürger eines nicht-europäischen Staates in Europa, bekannt unter dem Namen Confoederatio Helvetica».

2009 - FRANZ VON DÄNIKEN
Die Debatte über die Rolle der Schweiz in Europa dreht sich regelmässig um die Frage der Souveränität. Viele befürchten, dass die Schweiz als EU-Mitglied diese einbüssen könnte. In einem Artikel für die «NZZ am Sonntag» vom 24. April 2008 macht der ehemalige Staatssekretär des EDA deutlich, dass die Schweizer Souveränität bereits ein Mythos geworden ist. Zwar ist sie als Staat formell souverän, jedoch hat sie längst ihre faktische Souveränität verloren. Mit jedem neuen bilateralen Abkommen schränkt sie diese ein Stück mehr ein. Korrekterweise muss also die Frage lauten: Wie kann die Schweiz souveräner handeln? Innerhalb oder ausserhalb der EU.

Auszug aus der Dankesrede am 9. Mai 2009:

"Der im erwähnten NZZaS vom 24. August 2008 getroffene Befund, wonach die Schweiz infolge ihrer Abhängigkeiten von der EU zunehmend an Souveränität verliert und fremd bestimmt wird, hat seit dem letzten Sommer nichts an Aktualität verloren. Der bilaterale Weg fördert unsere Souveränität nicht, sondern er schwächt sie und baut die Abhängigkeiten aus. Mit anderen Worten: Er macht die Schweiz druckanfällig. Dieser Erkenntnis wird heute, ein knappes Jahr später, niemand ernsthaft widersprechen. Die Diskussionen um die Belange des Finanzplatzes Schweiz machen die Druckanfälligkeit der Schweiz überdeutlich. Dabei sind es bei weitem nicht nur das Bankgeheimnis und Steuersachen, wo sich starke Pressionen bemerkbar machen. Der Vorgang der Fremdbestimmung ist schleichend und umfasst mittlerweile viele Lebensbereiche, und zwar auch solche, die nicht Gegenstand der bilateralen Verträge sind."

>>Die Dankesrede von Franz von Däniken am 9. Mai 2009 weiterlesen (PDF)

     
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