Pressemitteilung

29.08.2020 – Wir wollen keinen Schwexit – die Schweiz ist europäisch!

Im Vorfeld der entscheidenden Wahl vom 27. September bekräftigt der Vorstand der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (Nebs) sein Engagement gegen die gefährliche Kündigungsinitiative, deren Annahme die Schweiz in eine schwere Krise mit der Europäischen Union stürzen würde.

Der Vorstand der Nebs ist anlässlich seiner jährlichen politischen Retraite kurz vor September entschlossen, die Kündigungsinitiative, die am 27. September zur Abstimmung kommt, an der Urne zu versenken. Es steht viel auf dem Spiel: Diese Initiative würde nicht nur die bilateralen Abkommen beenden und die Schweiz in eine schwere Krise mit der EU stürzen, sondern er würde dabei auch ganze Teile der wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten des Landes zerstören.

470’000 Schweizerinnen und Schweizer leben in der Europäischen Union; 16% der jährlich in der Schweiz geschlossenen Ehen sind zwischen SchweizerInnen und EU-BürgerInnen; 860’000 Arbeitsplätze hängen vom Export in die EU ab; 3,21 Milliarden Franken an europäischen Geldern sind für die Schweizer Forschung bereitgestellt worden; 90’000 junge Schweizerinnen und Schweizer haben vom Erasmus-Programm (bis 2014) profitiert; Schweizer Erfolge wie der Gotthard und die Uhrmacherei waren nur dank der Unterstützung der EuropäerInnen möglich.

Die Coronavirus-Krise hat gezeigt, wie lebenswichtig die Zusammenarbeit zwischen den Staaten unseres Kontinents ist, was wiederum klar zeigt, dass die Schweiz des 21. Jahrhunderts ausserhalb Europas und ohne den freien Personenverkehr nicht denkbar ist. Als Grundprinzip der europäischen Integration ist der freie Personenverkehr ein humanistischer Wert und eine individuelle Freiheit, die es zu schützen gilt.

Die Nebs setzt sich entschieden für eine offene und europäische Schweiz und gegen die Kündigungsinitiative ein. Sie wird weiterhin ihr Möglichstes tun, um diesen sinnlosen Schritt zu vereiteln. Rund 20.000 Stimmen gaben am 6. Dezember 1992 und am 9. Februar 2014 den Ausschlag. Die Mobilisierung von Gegenstimmen ist daher unerlässlich!