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  • 12th October 2018 - 08:21 GMT

Appell der Nebs Basel für eine aktive Schweiz im Erasmus+ Programm

Medienmitteilung

Appell der Nebs Basel für eine aktive Schweiz im Erasmus+ Programm

Basel, 12. Oktober 2018. Die Nebs-Sektion Basel erinnert aus Anlass der #Erasmusdays 2018 vom 12./13. Oktober 2018 an die dringende politische Aufgabe von Bundesrat und Parlament, die Schweiz so rasch wie möglich wieder als voll assoziiertes Programmland in das europäische Bildungs- und Mobilitätsprogramm Erasmus+ zurückzuführen. Die eigenbrötlerische Übergangslösung Swiss European Mobility Programme SEMP muss spätestens 2020 ein Ende finden. Eine Teilnahme am Erasmus-Programm ist auch im Interesse der Universitätskooperation am Oberrhein.

Die Schweiz ist seit 2014 nicht mehr Programmland von Erasmus+. Sie wurde aus dem Programm ausgeschlossen, nachdem der Bundesrat infolge Annahme der „Masseneinwanderungsinitiative“ durch die Schweizer Stimmbevölkerung die Personenfreizügigkeit nicht auf das damalige EU-Neumitglied Kroatien ausdehnen wollte.

Erasmus, das oft als «Austauschprogramm für Studierende» bezeichnet wird, beschränkte sich in seinen Anfängen tatsächlich ausschliesslich auf Studierende an Hochschulen. Heute ist das anders: Seit 2014 umfasst das Programm Erasmus+ Angebote für die Bildungsstufen obligatorische Schule, Berufsbildung, Tertiärstufe und Erwachsenenbildung sowie für den ausserschulischen Bereich. Das Programm Erasmus+ umfasst somit Mobilitäts- und Kooperationsprojekte für alle Bildungsstufen und die ausserschulische Jugendarbeit.

An Erasmus+ beteiligen sich zurzeit 33 Programmländer. Die Schweiz ist seit 2014 nicht mehr als Programmland, sondern als Partnerland eingestuft. In der Not des Alleingangs hat die Schweiz mit dem „Swiss European Mobility Programme“, kurz SEMP, eine Übergangslösung geschaffen. Sie ersetzt Erasmus+ nicht. Die Nebs Sektion Basel fordert daher aus Anlass der #Erasmusdays 2018, dass der Bundesrat – entsprechend dem Auftrag des Parlamentes – die Rückführung der Schweiz als vollberechtigtes Partnerland auf die nächste Programmperiode anstrebt und die Vollassoziierung im kommenden Jahr bestätigt. „Die Schweiz muss im Erasmus+ Programm wieder ein aktives Partnerland werden. Für das eigenbrötlerische SEMP muss jetzt das Ende eingeläutet werden. Der Bundesrat sollte rasch Klarheit schaffen und die Beteiligung an Erasmus+ ab 2021 im nächsten Jahr bestätigen“, appelliert Nationalrat Eric Nussbaumer, Präsident der nebs-Sektion Basel.

Die Beteiligung der Schweiz an Erasmus+ ist auch eine zwingend nötige Stärkung von „Eucor – The European Campus“, wo die Universitäten Basel, Freiburg, Haute Alsace, Strasbourg und das Karlsruher Institut für Technologie seit 2015 zusammenarbeiten und in naher Zukunft den Status einer europäischen Universität anpeilen. Wenn Hochschuleinrichtungen auf europäischer Ebene zusammenarbeiten, dann muss es allen Studierenden möglich sein, an Erasmus+ teilzunehmen – ansonsten ein Forschungsraum ohne Mauern und Grenzen mit internationaler Ausstrahlung  eine unerfüllte Vision bleibt.

 

Weitere Informationen


NR Eric Nussbaumer, Präsident der nebs-Sektion Basel, 079 200 79 06

Europäische Kampagnenseite #Erasmusdays 2018 www.erasmusdays.eu

Nebs-Positionspapier zu Erasmus+ https://www.europa.ch/positionen/erasmus/

Eucor – the European Campus   https://www.eucor-uni.org/de/

 

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