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  • 3rd October 2018 - 10:56 GMT
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Standaktion vom 29.10.18 in St. Gallen – Albert Hugenmatter

NEBS-Sektion Ostschweiz

Standaktion vom 29. September 2018 in St. Gallen

Erlebnisbericht

Bereits um 08.30 fahren Christine und Fredy Lüchinger mit Auto und Anhänger am Multertor in St. Gallen vor. Lüchinger‘s bringen den eigenen Pavillon, einen Tisch, Bänke, EU-Flaggen und viel Verteilmaterial mit. Wenig später stösst Hanspeter Frey dazu, schwer bepackt mit weiterem wichtigem Material: Grosse Europa-Karte, Flyer und Anschauungsmaterial und eine Halterung, um diese Flyer und Broschüren professionell darzubieten. Um 08.50 sind auch der Stadt-St. Galler Peter Zimmermann und meine Wenigkeit auf dem Platze. Zu fünft errichten wir den Pavillon und die notwendige Infrastruktur, gönnen uns dann einen ersten Kaffee, um besser dem kühl-windigen Wetter zu trotzen.

Und bereit sind wir für die Umsetzung unserer zwei Ziele: 1. Mitglieder für die NEBS-Sektion Ostschweiz anwerben, 2. Die NEBS in der Öffentlichkeit „zeigen“. Organisationsmässig teilen wir uns auf. Mindestens zwei von uns sind am Stand. Die andern gehen als „Jäger“ auf die Gasse und sprechen die Leute an, Z.B. „Darf ich Sie etwas fragen, sind Sie interessiert am Verhältnis Schweiz – EU?“, ev. mit der Nachfrage „Warum?“. Es gelingt uns besser als erwartet, mit den angesprochenen Personen eine Diskussion aufzubauen, auch bei Personen mit einer grösseren Skepsis gegenüber der EU. Schroffe Absagen mit Vollattacke auf die EU und uns Nebsianer gibt es zwar auch, aber selten.

Wir versuchen Menschen anzusprechen, bei denen wir mit unserer Alltags-Menschenkenntnis eine gewisse Weltoffenheit und Sachlichkeit erahnen. Ich selber fokussiere mich auf folgende drei Zielgruppen: Eltern mit Kinder, Einzelpersonen und Paare im Alter von ca. 30 – 60, die gemütlich durch die Gassen schlendern. Ob sich diese Selektion bewährt, kann ich natürlich nicht abschliessend beatworten. Ich stelle aber fest, dass sich mit den Personen aus meinen Zielgruppen meist interessante und sachliche Diskussionen ergeben. Die grösste Betroffenheit betreffend dem Thema „ Schweiz-EU“ stelle ich bei Eltern mit Kleinkinder fest. Vermutung von mir: Kinder bewirken oder verstärken bei den Eltern einen zukunftsorientierten Blick; und es dürfte den Eltern zum Wohle ihrer Kinder nicht egal sein, wie die Schweiz in 40 Jahren gestaltet ist.
Bei den Personen, die direkt an den Stand kommen, unterscheiden wir die Weltoffen-Interessierten und diejenigen, für welche die EU ein rotes Tuch ist. Zum Beispiel sagt uns ein Rotseher: „Sie sollten sich in ihrem Alter schämen, hier für die NEBS / EU dazustehen“ oder „Die EU ist die grössere Diktatur als Hitler oder Stalin“.

Auffallend ist, wie Passanten aus EU-Ländern an unseren Stand kommen und teils unbedingt Fotos knipsen wollen. Die Flagge mit dem roten Schweizer Kreuz in der Mitte, umgeben von den gelben EU-Sternen, ist ein begehrtes Foto-Sujet. Luxemburger, Engländer, Deutsche, Holländer und Österreicher suchen das Gespräch mit uns. Sie sind positiv verwundert, in der sich abschottenden Schweiz Symbole und Zeichen der EU zu sehen.

Ganz toll ist, dass unsere Standaktion von der YES unterstützt wird. Marc Sinner und Mario Tipuro sind am späteren Vormittag / Mittag am Stand präsent. Noah Sutter verstärkt uns am Nachmittag. Es ist wichtig, dass die NEBS am Stand auch mit jungen Köpfen vertreten wird. Das gibt einen guten Kontrast zu uns Ostschweizer Nebsianer, die mit drei silbernen Senioren und dem Ehepaar Lüchinger im besten Alter den Stand betreiben. Vielen Dank an die drei engagierten jungen Männer von YES.
Von der NEBS-Regionalgruppe Aargau besucht uns Max Sterchi, Vorstandsmitglied der Aargauer Gruppe. Welch schöne moralische Unterstützung und Motivation, vielen Dank Max! Danken möchten wir auch dem NEBS-Generalsekretariat in Bern unter der Leitung von Lukas Wegmüller für das vielfältige Aufklärungs- und Werbematerial.

Es ist derzeit schwierig zu sagen, wie viele Neumitglieder wir mit dieser Aktion gewinnen. Wir geben zwar zahlreiche Unterlagen und Anmeldetalons ab. Uns ist aber klar, dass es über diese Standaktion hinaus weitere Aktionen zur Mitgliedergewinnung braucht.

Wichtig für uns ist aber auch, dass wir aus der Komfortzone kommen und im Volk auftreten für eine weltoffene Schweiz mit stabilen, verlässlichen Beziehungen mit unseren europäischen Nachbarn.
Wir fünf Ostschweizer Nebsianer machen diese Gassenarbeit zum ersten Mal. Am Abend empfinden wir alle ein gutes Gefühl. Wir sind froh, den inneren Schweinehund überwunden zu haben und uns im Getümmel des Samstag-Einkaufs für eine gute Sache eingesetzt zu haben.

 

Albert Hugenmatter, 9430 St. Margrethen

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